Kraftrechner
Sinclair-Rechner
Bewerte ein Zweikampftotal im Gewichtheben über alle Körpergewichte hinweg mit dem Sinclair-Koeffizienten der IWF für die Olympiade 2025–2028. Kostenlos, sofort und ohne Anmeldung.
Das Verhältnis benennt meist schon das Problem — der Coach macht eine Trainingswoche daraus.
Was ist der Sinclair-Koeffizient?
Der Sinclair-Koeffizient beantwortet eine einzige Frage: Welches Total hätte dieser Heber, wäre er ein Superschwergewicht mit exakt demselben Können? Multipliziere ein Wettkampftotal mit dem Koeffizienten für dieses Körpergewicht und du erhältst ein Sinclair-Total — einen körpergewichtsneutralen Wert, mit dem ein 55-kg-Heber und ein 110-kg-Heber in derselben Rangliste stehen können. Es ist die Zahl, die die IWF für die Auszeichnung des besten Hebers nutzt und die jeder Wettkampfbericht im Gewichtheben zitiert.
So funktioniert die Sinclair-Formel
Die vom kanadischen Statistiker Roy Sinclair entwickelte Formel lautet 10^(A · (log₁₀(Körpergewicht ÷ b))²), wobei b das Körpergewicht des Weltrekordhalters in der schwersten Kategorie ist und A eine angepasste Krümmungskonstante. Unterhalb von b steigt der Koeffizient, je leichter der Heber ist; bei b und darüber beträgt er exakt 1.0, weil es keine schwerere Klasse gibt, in die man einen Heber hochrechnen könnte. Für die Olympiade 2025–2028 veröffentlicht die IWF A = 0.700767819 mit b = 201.159 kg für Männer und A = 0.674107991 mit b = 163.918 kg für Frauen.
Warum sich die Koeffizienten alle vier Jahre ändern
Die Sinclair-Konstanten werden nach jeden Olympischen Spielen aus den Weltrekord-Totals neu abgeleitet und bilden den Sport damit so ab, wie er tatsächlich ist, und nicht, wie er einmal war. Der aktuelle Satz wurde nach Paris 2024 und der im Juni 2025 wirksam gewordenen Änderung der Gewichtsklassen neu angepasst — deshalb ist ein Sinclair-Total von 2023 nicht direkt mit einem heute berechneten vergleichbar. Nenne beim Zitieren eines Werts immer die Olympiade dazu: Am leichten Ende beträgt der Unterschied zwischen zwei Zyklen mehrere Kilogramm.
Das Verhältnis von Reißen zu Stoßen lesen
Ein gut ausbalancierter Heber reißt ungefähr 78–82 % seines besten Stoßens. Liegst du deutlich darunter, ist meist das Reißen selbst der Grund — Umsetzgeschwindigkeit, Stabilität über Kopf oder schlicht das Vertrauen unter schwerer Hantel — und nicht die rohe Kraft. Deutlich darüber zu liegen ist das umgekehrte Signal: Das Reißen ist technisch sauber, und der Ausstoß oder schlicht die Beinkraft bremst. Verfolge das Verhältnis neben dem Sinclair-Total, und du siehst, welche der beiden Disziplinen deinen Wert wirklich trägt.