Körperzusammensetzungs-Rechner
BMI-Rechner nach asiatischen Grenzwerten
Der BMI, gelesen gegen die WHO-Grenzwerte für den asiatisch-pazifischen Raum, wo Übergewicht bei 23 statt bei 25 beginnt — daneben die internationale Tabelle. Kostenlos, sofort und ohne Anmeldung.
Die beiden Tabellen setzen dich in unterschiedliche Bänder. Genau diese Lücke ist der Grund, warum es diese Seite gibt — lies weiter.
Ein Grenzwert sagt dir, auf welcher Tabelle du stehst. Der Coach hilft bei dem, was sich ändern soll.
Warum gibt es eine eigene asiatische BMI-Skala?
Weil das Verhältnis zwischen BMI und Körperfett nicht in jeder Bevölkerung gleich ist. Bei identischem BMI tragen Menschen süd- und ostasiatischer Herkunft im Mittel mehrere Prozentpunkte mehr Körperfett als Menschen europäischer Herkunft, und einen größeren Anteil davon rund um die Organe statt unter der Haut. Das viszerale Fett ist der Anteil, der das metabolische Risiko treibt. Die praktische Folge: Die gesundheitlichen Probleme, die in europäischen Bevölkerungen etwa ab einem BMI von 25 auftreten, treten in vielen asiatischen näher bei 23 auf — dieselbe Zahl bedeutet also etwas anderes, je nachdem, wer auf der Waage steht.
Die zwei Schemata und warum beide gezeigt werden
Der Asien-Pazifik-Bericht von WHO, IASO und IOTF aus dem Jahr 2000 verschob die Übergewichtsgrenze auf 23,0 und teilte die Adipositas in Grad I ab 25,0 und Grad II ab 30,0. Dann griff eine WHO-Expertenkonsultation die Frage 2004 wieder auf und lehnte es ab, überhaupt eine neue globale Tabelle herauszugeben: Die Verschiebung ist real, aber ihr Ausmaß schwankt zwischen asiatischen Bevölkerungen, sodass jede einheitliche Neudefinition irgendwo falsch wäre. Stattdessen benannte sie 23,0 und 27,5 als Handlungspunkte für die öffentliche Gesundheit — Schwellen, ab denen Länder ein Eingreifen erwägen sollten. Die beiden Schemata sind nicht ineinander verschachtelt; 27,5 liegt innerhalb der Asien-Pazifik-Adipositas Grad I. Diese Seite zeigt alles davon, denn ein Rechner, der nur eines zeigte, würde die Uneinigkeit verbergen, um die es hier eigentlich geht.
Welches gilt für dich?
Es gibt keine saubere Antwort, und wer dir eine gibt, überzeichnet die Evidenz. Die Asien-Pazifik-Grenzwerte wurden für asiatische Bevölkerungen entwickelt und dort validiert und werden in nationalen Leitlinien der Region verwendet — Japan, China, Indien, Singapur und andere haben jeweils eigene Varianten. Aber Herkunft ist kein Kästchen zum Ankreuzen, Bevölkerungen sind nicht homogen, und die individuelle Streuung innerhalb jeder Gruppe ist weit größer als der Unterschied zwischen den Gruppenmittelwerten. Die nützliche Lesart ist nicht „in welcher Kategorie bin ich“, sondern „wie nah bin ich an der strengeren Linie, und erzählt meine Taille dieselbe Geschichte“.
Die üblichen Grenzen des BMI gelten weiter
Keine der beiden Tabellen kann Muskel von Fett unterscheiden. Eine trainierte Kraftsportlerin gilt auf der strengeren Skala früher als übergewichtig — nicht weil die Skala falsch wäre, sondern weil der BMI nie das gemessen hat, was sie wissen wollte. Keine der Tabellen weiß, wo die Masse sitzt, und genau das zählt für das metabolische Risiko am meisten — ein Taillenmaß bringt mehr Information als der Wechsel zwischen BMI-Tabellen. Widersprechen sich deine beiden Kategorien und du willst einen Stichentscheid: Miss deine Taille.